Hier findest du Antworten auf häufig gestellte Fragen zum Périgord. Hast du weitere Fragen in Bezug auf das Périgord oder planst du einen Urlaub im Périgord? Melde dich bei mir, ich beantworte gerne deine Fragen und berate dich für deinen individuellen Traumurlaub.

Ist das Périgord das richtige Reiseziel für mich?

Magst du auf das «romantische, ländliche Frankreich-Gefühl» und wenn die Uhren etwas langsamer ticken? Fühlst du dich gerne in der Zeit zurückversetzt und liebst du die Natur und die (Vor-)Geschichte? Und verwöhnst du zudem gerne deinen Gaumen mit kulinarischen Köstlichkeiten oder einem feinen Wein? Dann bist du im Périgord genau richtig!

Teile mir deine persönlichen Reisewünsche mit und ich stelle dir deine Traumreise nach Maß zusammen!

Ist Périgord und Dordogne dasselbe?

Ja, gebietsmäßig sind das Périgord und das Departement Dordogne heute identisch. Während das Departement Dordogne nach nach dem Fluss benannt wurde, der es durchkreuzt, ist Périgord die alte Bezeichnung dieses Gebiets im Südwesten Frankreichs. Obwohl das Departement also offiziell Dordogne heißt, werden seine Einwohner:innen jedoch als Périgourdin(e)s bezeichnet.

Das Périgord ist flächenmäßig etwas größer als die Deutschschweiz. Während jedoch im Périgord nur gerade rund 400.000 Menschen wohnen, sind es in der Deutschschweiz nahezu 6 Millionen Einwohner:innen.

Was bedeuten die vier verschiedenen Farben des Périgord?

Das Périgord wurde in den 1990er-Jahren in vier verschiedene Regionen eingeteilt. Seitdem gibt es im Norden das Périgord Vert (grünes Périgord, benannt nach seinen grünen Wiesen), in der Mitte das Périgord Blanc (weißes Périgord, benannt nach dem für die Region typischen, weißen Kalkstein), das Périgord Pourpre im Südwesten (purpurrotes Périgord, benannt nach dem Wein, der hier angebaut wird) und das Périgord Noir (schwarzes Périgord im Südosten, benannt nach den unkeln Eichenwäldern, die hier vorherrschen).

Die 4 regionen des Périgords

Wo ist es im Périgord am schönsten?

Die meisten Sehenswürdigkeiten befinden sich im Périgord Noir, in der Region um Sarlat-la-Canéda. Hier braucht man oft nur 5 Minuten zu fahren, und schon steht man vor der nächsten Burg, der nächsten Höhle, einem lauschigen Dordogne-Strand oder einem der «schönsten Dörfer Frankreichs».

Aber auch die anderen Regionen des Périgords sind sehr schön und jede Ecke hat ihren eigenen Charme und ihre eigenen Highlights.

In der Hochsaison (insbesondere im August) kann es bei den Hauptsehenswürdigkeiten im Périgord Noir ganz schön eng werden und dann lohnt es sich umso mehr, sich auch andere Regionen des Périgords anzusehen!

Beynac-et-Cazenac-Dordogne

Wann ist die beste Reisezeit für das Périgord?

Im Périgord ist es ab Ostern bis anfangs November schön für einen Urlaub. In den Wintermonaten ist es jedoch oft grau und regnerisch und haben die meisten Sehenswürdigkeiten und auch viele kleine Läden und Restaurants geschlossen.

Im Juli und August ist es am wärmsten (zwischen 30 und 40 Grad) und kann es insbesondere im Périgord Noir auch ganz schön eng werden, weil so viele Besucher unterwegs sind.
In meinem Beitrag Beste Reisezeit Dordogne findest du detaillierte Informationen zu den Reisezeiten im Périgord.

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Kann man in der Dordogne baden?

Auf jeden Fall, kann man in der Dordogne schwimmen! Die Dordogne gehört seit 2012 zu den UNESCO-geschützten Biosphärenreservate und somit zu den saubersten Flüssen Frankreichs. Oh ja, auf jeden Fall! Die Dordogne gehört seit 2012 zu den UNESCO-geschützten Biosphärenreservate und somit zu den saubersten Flüssen Frankreichs.

Es gibt unzählige schöne Strände entlang der Dordogne, wie etwa hier in Limeuil am Plage Bac de Sors.

In meinem Beitrag über Limeuil erfährst du mehr über die Strände in Limeuil.

limeuil-strand-bac-de-sorce

Wird im Périgord Wein angebaut?

Ja, das Périgord Pourpre im Südwesten ist die Weinregion des Périgord. Hier werden 17 AOC-Weine (Weine mit geschützter Ursprungsbezeichnung) produziert. Auf einer Oberfläche von 11.800 Hektar stellen rund 800 Winzern Wein in fünf verschiedenen Farben her: trockener Weißwein (blanc sec), süßer Weisswein (moelleux), Likörwein (liquoreux), Roséwein (rosé) und Rotwein (rouge).

Das Weinanbaugebiet Bergerac-Duras gehört zu den nachhaltigsten Weinbauregionen Frankreichs. Während in Frankreich durchschnittlich nur 21 % des Weins biologisch hergestellt wird, beträgt der Anteil der Bioweine im Périgord 35 %. Zudem arbeiten 38 % der Winzer im Périgord unter dem Label «Haute Valeur Environnementale (HVE)». Das heißt, dass die Anbaumethoden die Ökosysteme erhalten und die Belastungen für die Umwelt so viel wie möglich begrenzen.
Erfahre mehr über unseren Nachbarn und Bio-Winzer David
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Wo befindet sich das Saint-Denis aus der Krimireihe um Kommissar Bruno?

Das Städtchen Saint-Denis gibt es nicht, oder zumindest nicht wirklich. Martin Walker ist der Autor der Krimireihe um Kommissar Bruno und wohnt in Le Bugue. Deshalb findet man in Le Bugue so manchen Handlungsort aus seiner Krimireihe um Kommissar Bruno. Jedoch ergänzt mit Details aus vielen anderen Orten in der Dordogne.

Es kann also durchaus sein, dass du zum Beispiel samstags auf dem Markt in Le Bugue auf Martin Walker triffst. Denn dieser erledigt dort ebenfalls gerne seine Einkäufe. 😉 Genauso ist es einem Pärchen, das diesen Blog auch sehr gerne liest, bei ihrem letzten Urlaub im Périgord ergangen. Das Foto stammt von Jürgen Friedrich.

Neben der erfolgreichen Krimireihe um Kommissar Bruno hat Martin Walker auf viele weitere Publikationen auf seinen Namen stehen, unter anderen einen historischen Führer für das Périgord, den ich hier vorstelle.
Martin Walker auf dem Markt in Le Bugue

Was sind die 5 bekanntesten Spezialitäten des Périgords?

  1. Der schwarze Périgord-Trüffel
  2. Geflügelprodukte (Gans und Ente)
  3. Edelkastanien
  4. Walnüsse
  5. Erdbeeren.

Was sind 5 typische Gerichte aus dem Périgord?

  1. Der Salade Périgourdine, meist bestehend aus grünem Salat, garniert mit Walnüssen, Gésiers de Canard (gebackenem Entenmagen), Tranchen getrockneter und geräucherter Entenbrust (magret séché et fumé).
  2. Magret de Canard (Geräucherte Entenbrust)
  3. Confit de Canard (Entenkeule, gegart in Entenfett)
  4. Pommes sarladaises (Bratkartoffeln, knusprig gebacken in Enten- oder Gänsefett und abgeschmeckt mit frischer Petersilie und gepresstem Knoblauch.
  5. Walnusstorte (sehr ähnlich der Engadiner Nusstorte: Walnüsse, Butter, Honig, Mehl und Eier).

Was kann ich im Périgord unternehmen?

Das Périgord hat (fast) für jeden Geschmack etwas zu bieten. Außer für Stadtmenschen, denn die größte Stadt (die Hauptstadt Périgueux) zählt gerade Mal knapp 60.000 Einwohner:innen 😉. Jedoch warten in der Dordogne unzählige Burgen und Höhlen, (prä)historische Stätten und schmucke Gartenanlagen auf dich. Du kannst Kanu fahren auf der Dordogne oder auf der Vézère, wandern, Rad fahren, Wein degustieren, die köstliche regionale Küche genießen oder Märkte und lokale Events wie die berühmten Soirée Gourmands besuchen.

Soiree Gourmande Eymet

Wie sieht die Landschaft im Périgord aus?

Die Landschaft im Périgord ist grün und leicht hügelig. Während im Südwesten (Périgord Pourpre) sanfte Hügelketten (50 bis ca. 150 Meter Höhe) das Landschaftsbild bestimmen, fallen die Hügel im Périgtortd Noir etwas steiler aus und bewegst du dich dort auf einer Höhe von 150 bis ca. 500 Höhenmetern. Im Périgord Noir herrschen die Eichenwälder vor, während im Périgord Pourpre vor allem Wein angebaut wird. Weiter im Norden (Périgord Blanc und Périgord Pourpre) ist die Landschaft ebenfalls grün und hügelig und gibt es viel Wiesen und Wald (45 % der Gesamtfläche des Périgords ist mit Wald bewachsen und 99 % der Wälder befinden sich in Privatbesitz).

Wusstest du, dass du als Waldbesitzer haftbar bist für deinen Wald? Wenn etwa ein Ast oder gar ein ganzer Baum auf eine Person fällt, haftest du persönlich für den Schaden und kannst auch angeklagt werden. Weitere Infos dazu findest du hierWie reise ich von Deutschland, der Schweiz oder Österreich am besten ins Périgord?

Am einfachsten ist die Anreise entweder mit dem Flugzeug nach Bordeaux (das Périgord liegt eine gute Autostunde östlich von Bordeaux. Bis Bergerac sind es ab Bordeaux etwa 1,5 Stunden Fahrt, bis Sarlat-la-Canéda (Périgord Noir) etwa 2,5 Stunden Fahrt.
Oder du kannst mit dem TGV über Paris nach Bordeaux fahren und von dort mit dem Zug weiter nach Bergerac und Sarlat-la-Canéda oder Périgueux.

Die Anfahrt mit dem PkW ab Frankfurt oder Stuttgart dauert rund 10 Stunden, ab Zürich etwa 9 Stunden und ab Innsbruck 11,5 Stunden.