VanKalMons kunstvolle Samurai-Elemente aus Eisen erwarten dich in neun Ladengeschäften im historischen Ortszentrum von Eymet. Die Eisenskulpturen bilden einen faszinierenden Kontrast zu dem unterschiedlichen Warenangebot der neun teilnehmenden Geschäfte. Doch was hat es mit diesen Samurai-Elementen auf sich? Und wer steckt dahinter?

Samurai als Inpirationsquelle

«Warst du denn schon einmal in Japan?», frage ich Künstler Gérard. «Nein», lautet seine Antwort, «aber Japan als Land und die Samurai im Speziellen beflügeln meine Fantasie: Die klaren, ästhetischen Formen und die kunstvollen Details ihrer Rüstung. Aber auch die außergewöhnlichen Helme und Brustpanzer».

An einem glutheißen Dienstagnachmittag im August sitze ich mit dem Schöpfer der Samurai-Elemente auf einer Caféterrasse in Eymet: er heißt Gérard Vancallemont und sein Künstlername latuet VanKalMon.

VanKalMon Samurai Elements Boutique Blouse

Künstler VanKalMon mit einer Samurai-Skulptur bei Indigo – Boutique für Frauenkleidung, Accessoires und Schmuck in Eymet

Aus Alt wird Neu

Während Gérard bei der Schöpfung seiner Kunstwerke meist von einer festen Form ausgeht und aus ihr heraus weiterarbeitet, hat er die Samurai-Elemente aus alten Kunstwerken neu erschaffen. Mit diesen für seine Verhältnisse kleinformatigen Werken, möchte er seine Kunst auch für ein kleineres Budget zugänglich machen.

Samurai-Element im Cave d’Eymet – Weinhandel für biologische und biodynamische Weine und Champagner

Suzanne mit Samurai-Element in L’Usine – Kunstgalerie, Boutique und Plattform für Kunst und Architektur

Samurai-Element im le Workshop – (Wand-)Dekorationen und Design von Möbeln und Objekten

Samurai-Element in Temple Street Eymet – Schuhgeschäft, Taschen und Mode-Accessoires

La Réunion

Ab 1990 lebt und arbeitet VanKalMon auf La Réunion. Während seiner Zeit dort beginnt er Skulpture zu schaffen. Zu Beginn arbeitet er mit Holz, Lehm und Gips, später mit Metall. Seine erste Metallschöpfungen sind filigrane Gestalten. Danach beginnt er mit einer Skulpturenreihe zum Thema «Sklaverei».

Ein naheliegendes Thema auf La Réunion, wo der groß angelegte Kaffeeanbau unter der Herrschaft der Ostindischen Kompanie im 18. Jahrhundert eine Sklavengesellschaft hervorbrachte.

VanKalMon lag es jedoch fern, die Gräuel jener Zeit etwa mit Ketten zu illustrieren, die den Menschen reduzieren. Vielmehr würdigt er mit seinen Metallschöpfungen die Kulturen der versklavten Völker, indem er die erhabene Schönheit der Individuen hervorhebt, ihrer kusntvollen Kopfbedeckungen und den afrikanischen Schmuck.

Eisenskulptur VanKalMon Sklaverei

Schwere Zeiten für Kunstgalerien

Nach seiner Rückkehr aus La Réunion hat VanKalMon seine Kunst ein gutes Jahrzehnt über eine Galerie in Paris verkauft. Die Nachfrage, insbesondere auch von Kunstliebhabern aus Amerika, war groß. Doch dann begannen die Gelbwesten-Proteste mit einhergehenden Krawallen und danach kam Corona. Für viele Kunstgalerien in der Hauptstadt war dies eine desaströse Kombination, woraufhin viele ihre Türen schließen mussten. Heute wohnt und arbeitet VanKalMon in Eymet.

Kunstroute Samurai Elements
VanKalMon-Skulptur bei Agnes Photo in Eymet – Photostudio für Hochzeiten und Familienaufnahmen

Praktisches

Die Kunstroute mit den Samurai-Elementen in Eymet ist noch bis Ende September 2022 zu sehen.

Wenn du Interesse an der Kunst von Gérard hast oder dich mit ihm unterhalten möchtest, kannst du ihn über seine Facebook-Seite kontaktieren oder ihm eine E-Mail senden. Gérard spricht übrigens auch sehr gut Englisch😉.

Hast du Fragen oder möchtest du auf dem Laufenden bleiben?

Am Ende des Monats verschicke ich meinen Périgord-Newsletter. Dort findest du meine neusten Entdeckungen, Tipps und Begegnungen.

Mit diesem Formular kannst du dich für den Newsletter anmelden oder mir deine Fragen und Anmerkungen schicken – kein Spam, versprochen! Und abmelden kannst du dich selbstverständlich auch jederzeit.

8 + 12 =