Wann ist die beste Jahreszeit für Outdoor-Aktivitäten? Welche Verpflegungsmöglichkeiten gibt es unterwegs und ist das Périgord hundefreundlich ? Welche Tiere können mir unterwegs begegnen?

Klima – beste Jahreszeit für Outdoor-Aktivitäten im Périgord

Für mich persönlich ist der goldene Herbst die schönste Jahreszeit für Wanderungen und Radtouren im Périgord. Wälder und Reben tragen ihr buntes Herbstkleid und die Temperaturen sind mit rund 20 bis manchmal sogar 25 Grad bis Mitte November sehr angenehm.

Aber auch im Frühling ist es sehr schön und die Temperaturen sind angenehm. Selbst während der Wintermonate kann man im Périgord gut wandern oder Rad fahren. Nachts fällt das Thermometer dann schon Mal unter Null. Die Sonne hat jedoch so viel Kraft, dass es tagsüber auch bei 5 oder 6 Grad sehr angenehm ist. Bis Ende Mai, anfangs Juni bleiben die Temperaturen angenehm und steigen kaum über 25 Grad.

Ab Mitte Juni bis Mitte September kann es im Périgord hingegen ganz schön warm und trocken werden! Niederschlag fällt dann kaum mehr, und die Temperaturen können durchaus auch einmal über 35 Grad steigen. Da heißt es früh aus den Federn für Outdoor-Aktivitäten. Denn nachts kühlt es fast immer sehr angenehm ab, mit Temperaturen unter 20 Grad, sodass man bis mittags sehr gut im Freien aktiv sein kann.

Klimatabelle Bergerac

Unterwegs bei Nässe

Bei Nässe werden leider viele Wanderrouten unbegehbar, insbesondere dort wo man durch Weinfelder oder durch Weiden und Ackerland geht. Die Erde hier ist sehr lehmig und verwandelt sich schnell in eine matschige Masse, manche Wege verwandeln sich in regelrechte Bäche.
Ich gebe bei all meinen Wanderrouten an, ob sie auch bei Nässe gut begehbar sind oder man sich besser mit Gummistiefeln oder hohen Wanderstiefeln ausrüsten sollte.

Verpflegungsmöglichkeiten unterwegs

Einkehrmöglichkeiten für einen kleinen Imbiss zwischendurch gibt es im ländlichen Périgord kaum. Möchtest du in einem Restaurant zu Mittag essen? Dann musst du deine Wanderung sorgfältig planen und sicherstellen, dass du spätestens um 13 Uhr vor Ort bist, wenn du nicht mit knurrendem Magen vor der Tür bleiben möchtest.

Kleine Supermärkte, wo man etwas zu Essen oder zu Trinken kaufen kann, gibt es in größeren Ortschaften. Diese sind morgens meist ab 8 Uhr bis 12.30 Uhr geöffnet und etwa ab 15.00 Uhr bis 18.30 Uhr. Große Supermärkte haben auch über Mittag geöffnet. Informiere dich immer im Voraus über die Öffnungszeiten.

Picknick

Am besten du nimmst auf deine Wanderung im Périgord selbst Proviant mit. Vielerorts gibt es lauschige Picknickbänke, wo du dich ganz entspannt stärken kannst😊.

Mit dem Hund unterwegs im Périgord

Das Périgord ist ein Paradies für ausgedehnte Spaziergänge und Wanderungen mit deinem Vierbeiner. Leinenpflicht besteht nur sehr selten. Hundehalter sind jedoch meist sehr rücksichtsvoll und leinen ihre Vierbeiner an. Die Leute hier sind allgemein sehr hundefreundlich, und auch in Restaurants und Cafés sind Hunde meist gestattet.

Während der Jagdsaison ist jedoch Vorsicht geboten …

Zecken

Wie in vielen anderen Regionen und Ländern Europas sind Zecken auch hier im Südwesten Frankreichs weit verbreitet. Im landesweiten Durchschnitt sind rund 15 % der Zecken Träger der Bakterie Borrelia burgdorferi (Borrelien) und können damit Lyme-Borreliose auf Menschen oder Tiere übertragen. Weitere 14 % der Zecken in Frankreich übertragen für Tier und Mensch potenziell gefährliche Erreger.

Durch die Klimaerwärmung und das allgemein milde Klima sind Zecken im Périgord nahezu das ganze Jahr über aktiv. Schütze deshalb dich und deinen Vierbeiner vor Zeckenstichen.

Die Dordogne gehört zu den am meisten von Zecken betroffenen Regionen Frankreichs. Schütze dich und deinen Vierbeiner deshalb unbedingt vor Zecken!

Keine Angst vor Schlangen!

In der Dordogne leben sieben Schlangenarten: sechs davon sind (ungefährliche) Nattern und eine (giftige) Viper-Art: die Aspisviper.

Das Risiko, einem tödlichen Schlangenbiss zum Opfer zu fallen ist jedoch 837 Mal kleiner als das Risiko einem tödlichen Verkehrsunfall in Frankreich zum Opfer zu fallen. Nur gerade 1-5 tödliche Schlangenbisse werden jährlich in Frankreich registriert.

Wie aber unterscheidet man eine giftige Viper von den ungefährlichen Nattern?

Die wichtigsten Merkmale die man schnell erkennt:

  • Nattern haben runde Pupillen, während die Pupillen von Vipern senkrecht und die Iris gelblich-bräunlich ist.
  • Nattern haben einen schlanken, langen Körper (bis zwei Meter) während Vipern haben hingegen einen gedrungenen Körperbau und werden max. 80 cm lang.
  • Nattern haben auf dem Kopf nur wenige Schuppen, Vipern hingegen sehr viele.

Und wenn du ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen beachtest, wirst du sie gar nicht erst aus der Nähe zu sehen bekommen.


So vermeidest du Kontakt mit Schlangen


  • Vorsicht ist geboten in hohem Gras und unter Steinen, in den Ritzen von Trockensteinmauern, am Waldrand, in Weinfeldern, in Mooren und in Böschungen am Wegesrand.
  • Am häufigsten kommt es April/Mai zu Schlangenbissen: Die Schlangen sind dann gerade erst aus ihrer Winterstarre erwacht, und ihre Fluchtreflexe funktionieren noch nicht so gut wie später im Jahr. Sei also im frühen Vorjahr besonders vorsichtig!
  • Kleidung: Trage feste (Wander-)Schuhe und eine lange Hose.

TIPP

Trete mit dem Fuß kräftig auf die Erde oder klopfe mit einem Stock auf den Boden, etwa bevor du durch hohes Gras gehst. Die Schlangen spüren die Vibration und suchen das Weite.

Ungewöhnliches für in deinen Rucksack …

Eine Gartenschere!

Kein Witz, eine Gartenschere oder ein Taschenmüssern können auf Wanderwegen, die nicht allzu oft begangen werden, durchaus sehr nützlich sein.

Damit kannst du zum Beispiel wild wuchernde Brombeeräste zurückschneiden, die ganz schön piksen!