Last updated on September 12th, 2023 at 02:14 p.m.
Der Lac de L’Escourou liegt im äußersten Südwesten des Périgord, 2 km von Eymet und 20 km von Bergerac entfernt. Hier säumen im Frühling pinkfarbene Orchideen den Weg und bunte Schmetterlinge tanzen zu deinen Füßen. Es gibt auch eine geschützte Grotte mit einer Quelle und einer stark bedrohten Fledermausart zu entdecken.
Auf zu einem lauschigen Spaziergang am See!
Die Grillen zirpen im mannshohen Gras und die Vögel singen ihre Symphonien im saftigen Grün der Bäume. Es ist Mai, und ich nehme dich heute mit auf einen meiner Lieblingsspaziergänge sozusagen vor der Haustür: eine Runde um den Lac de L’Escourou, und mein Vierbeiner Flip ist auch dabei.
Der Lac de L’Escourou ist ein künstlicher See, der 1992 an einem Zufluss der Dropt angelegt wurde. Seine Füllung dauerte fast ein Jahr. Er dient als Wasserreservoir und fasst 8,3 Millionen Kubikmeter Wasser auf einer Fläche von 130 Hektar. Der See reguliert den Wasserstand der Dropt und dient als Bewässerungsquelle für die Landwirtschaft.
Lege dich in einer Beobachtungshütte auf die Lauer
Am Ufer stehen zwei Beobachtungshütten. Durch die Luken kannst du Fische und erspähen und vielleicht paddelt sogar eine Bibberratte vorbei.
Ein Damm mit einer Straße teilt den See in einen größeren und einen kleineren Teil. Am kleineren Teil (von Eymet kommend auf der rechten Seite) wurde ein Erlebnispfad angelegt. Auf spielerische Weise lernst du hier die reiche Flora und Fauna kennen. Hier stehen auch die Beobachtungshütten.
Besonders beliebt ist der See bei Anglern und Spaziergängern, im Sommer kannst du hier auch Kanus mieten. Badefreunde kommen hier allerdings nicht auf ihre Kosten, denn das Schwimmen ist leider verboten, was allerdings nicht für Vierbeiner gilt😉 …
Da es im Sommer oft über längere Zeit sehr trocken und heiß ist, kann der Wasserstand im See schnell sinken. Normalerweise füllt sich der See im Winter auf natürliche Weise wieder auf. In diesem Jahr war das zum ersten Mal nicht der Fall und es wurde zusätzliches Wasser in den See gepumpt.
Vom Waschplatz zur Fledermausunterkunft
Ein Mittwoch im 19. Jahrhundert – Waschtag!
«Autsch! Meine Knie…». Mühsam rafft die beleibte Emilie ihre Röcke und richtet ihr schmerzendes rechtes Knie auf dem Waschbrettstein. In der Grotte von St. Sulpice d’Eymet vermischt sich ein beißender Körpergeruch mit der Seife. Die Frauen des Dorfes treffen sich zum Waschen und tauschen dabei den neuesten Klatsch und Tratsch aus.
Waschbrett-Steine in der Grotte von St. Sulpice d’Eymet
Heute lebt in der konstant kühlen Grotte die Mittelmeer-Hufeisennase (Rhinolophus euryale), eine stark gefährdete Fledermausart.
Die Grotte und ihre unmittelbare Umgebung sind als Natura 2000-Gebiet ausgewiesen.
Du findest die Grotte mit der Infotafel gleich links, wenn du auf der D225 von Eymet herkommst. Du kannst unten am See parken und zur Grotte zurückgehen.
Praktische Informationen
Erreichbarkeit: 5 Autominuten von Eymet und 25 Autominuten von Bergerac entfernt.
Art der Wanderwege: Naturpfade
Höhenunterschied: keiner
Streckenlänge: Gesamtstrecke um den See knapp 8 km; Strecke um den großen Teil des Sees 6 km und um den kleinen Teil des Sees 2 km.
Picknickbänke: keine
Baden: Nicht erlaubt
Aktivitäten: Spaziergänge (auch mit Kinderwagen möglich), Angeln und im Sommer Kanufahren.
Zugänglichkeit: Das ganze Jahr über. Bei nassem Wetter können die Naturpfade jedoch sehr schlammig sein, so dass festes Schuhwerk erforderlich ist.
Anmerkung: An Wochenenden und Feiertagen kann es bei schönem Wetter recht voll werden, während man unter der Woche und mittags kaum Menschen trifft…


Wir haben hier spaziert und es ist sehr schön. Auch gibt es hier viele `geocaches´.